Wer meine Artikel über Groovy gelesen hat weiß daß ich Haikus schätze. Diese wohl kürzeste Gedichtform der Welt, die in 5-7-5 Silben eine Ästhetik der Vergänglichkeit zelebriert, fußt ursprünglich auf dem ebenfalls japanischen Tanka-Gedicht. Tankas wurden bei öffentlichen Wettbewerben (neudeutsch ‘Slam’) auf Zuruf gedichtet. Das Thema stellte die gegnerischen Partei in Form eines sogenannten Kopfkissenwortes, einer vorgegebenen Eingangszeile.
in Tanka des Zen Meisters Dogen:
Das In-der-Welt-sein
Läßt sich womit vergleichen?
dem Morgenlichte,
das sich im Tau am Schnabel
Von Wasservögeln spiegelt.
Dogen
Unmittelbar den Augenblick zu erfassen ist das Ziel dieser Kunst, Authentizität wir als Wert begiffen. Das gilt ja auch für die Blogsphäre und los gehts:
Das In-der-Welt-sein
Läßt sich womit vergleichen?
ein Mann
mit einer Tiefkühlpizza,
der spät nach Hause geht.
Hüsing
Auch nicht schlecht, imho jedenfalls
, Berlin eben. Wer es besser kann, Manege frei, the race is on …
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